Bei Ärger mit Ärzten, Kliniken oder Krankenkassen können Patienten bald wieder bundesweit unabhängige Experten um Rat fragen. Am 15. Februar wird eine kostenlose Beratungshotline (0800-0117722) der Unabhängigen Patientenberatung freigeschaltet, ein Netz regionaler Beratungsstellen soll bald folgen.
Ratsuchende mit Migrationshintergrund sollen Beratung in ihrer Muttersprache erhalten, berichtete der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen.
Ende 2010 lief eine zehnjährige Modellphase für die Patientenberatung aus. Den Zuschlag für die nun wieder bundesweit anlaufende Beratung erhielt eine Bietergemeinschaft die unter anderem aus dem Sozialverband Deutschland und dem Bundesverband der Verbraucherzentrale besteht.
Anlass für Patientenfragen gibt es reichlich: Behandlungsfehler, Unsicherheit über Therapien oder den Verdacht auf Verletzung der Patientenrechte.
Der Patientenbeauftragte Wolfgang Zöller sagte, die Beratung werde ihm über die Beschwerden berichten. So könnten Mängel im Gesundheitswesen angegangen werden - notfalls auch per Gesetzesänderung. Die Parlamentarische Staatssekretärin im Gesundheitsministerium, Annette Widmann-Mauz, sieht die Interessen von Patienten deutlich gestärkt.
Gernot Kiefer vom Kassenverband sagte, die Kassen achteten darauf, dass die dafür gebrauchten Beitragsgelder tatsächlich für gute Beratung ausgegeben würden. Die private Krankenversicherung steuert die Mittel für das neue muttersprachliche Beratungsangebot bei.