Initiative "bauchgefühl"
Brandenburgische BKK und Städtisches Krankenhaus Eisenhüttenstadt starten Initiative „bauchgefühl“ zur Prävention von Essstörungen
Dr. Ilona Weser übernimmt Schirmherrschaft
Eisenhüttenstadt, Frankfurt (Oder), Oktober 2010:
Unter der Schirmherrschaft von Dr. Ilona Weser, Dezernentin für Jugend und Soziales im Landkreis Oder Spree, startet die Brandenburgische BKK und das Städtische Krankenhaus Eisenhüttenstadt eine Initiative zur Prävention von Essstörungen. Die Partner laden dazu interessierte Eltern, aber auch Lehrer der weiterführenden Schulen zu einer Sonntagsvorlesung am 31. Oktober 2010 um 10.00 Uhr in den Festsaal des Städtischen Krankenhauses Eisenhüttenstadt ein.
Referenten sind Dr. med. Gunnar Hiesgen, Chefarzt Kinder- und Jugendmedizin des Städtischen Krankenhauses Eisenhüttenstadt, Prof. Dr. med. Philip Heiser, Chefarzt Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie im Klinikum Frankfurt (Oder) und Maja Schrader vom Team Gesundheit aus Essen. Neben den Fachvorträgen werden die Möglichkeiten der Initiative „bauchgefühl“ erläutert.
Ziel der Initiative „bauchgefühl“ ist es, Jugendliche zu informieren, zu sensibilisieren und zu beraten. Es soll besonders das Netzwerk Schule genutzt werden, um das Tabuthema Essstörungen zum gesellschaftlichen Thema und damit zum Unterrichtsstoff zu machen. Ein Paket mit Unterrichtsmaterialien für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen sechs bis neun unterstützt Lehrerinnen und Lehrer, das Thema Essstörungen eigenständig im Unterricht aufzugreifen.
Die Internetseite www.bkk-bauchgefuehl.de ist das zentrale und umrahmende Modul der Initiative. Hier können sich Jugendliche informieren, im Online-Forum untereinander austauschen und auch anonym beraten lassen. Weitere Informationen.
Hintergrundinformationen:
Von Essstörungen betroffen sind vorwiegend Mädchen und junge Frauen. Einer Studie des Robert-Koch-Institutes zufolge zeigt inzwischen jedes dritte Mädchen im Alter von 11 bis 17 Jahren Ansätze zu einer Essstörung. Bei Jungen der gleichen Altersgruppe zeigen sich bei 15 Prozent die Symptome. Nach aktuellen BKK-Versichertendaten haben sich bei 1,3 Prozent der weiblichen 15-29-Jährigen schwerwiegende und schwer behandelbare Essstörungen als Krankheitsbild manifestiert. Die deutsche Hauptstelle für Suchtfragen schätzt die Krankheitshäufigkeit bei Ess- und Brechsucht sogar auf zwei bis vier Prozent. Essstörungen gehören damit zu den häufigsten psychosomatischen Erkrankungen unter Jugendlichen und jungen Frauen.
Ansprechpartner für die Medien:
Stefan Mehlhose
Brandenburgische BKK
Tel. 03364 / 401326
Ina Groll
Krankenhaus Eisenhüttenstadt GmbH
Tel.: 03364 / 543704

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